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PRESSE

 

Die gemeinnützige Firma Zell hat in den vergangenen vier Jahren das Projekt „Spendemitherz“ zugunsten der Kindernachsorgeklinik Berlin-Brandenburg ins Leben gerufen.

 

Mit diesem überregionalen Projekt engagierte sie sich beim Handyrecycling  mit dem Ziel, gebrauchte Handys einzusammeln und diese durch Wiederaufarbeitung oder Recycling zu verwerten. Die dabei erzielten Erlöse wurden für die Kindernachsorgeklinik eingesetzt.

 

Die Artikel unten berichten darüber. Diese Aktion endete 2019, als diese Klinik leider geschlossen wurde.

 

 


 


MOZ Artikel: Langzeit EKG für kleine Patienten

 


 

 

Pankower Früchtchen beteiligen sich mit prominenter Unterstützung an Spendenaktion

 

Handys mit Herz: Pankower Früchtchen

Martin Becker und Christian Liebig von „Karat“ sowie Jens-Holger Kirchner gaben ihre alten Handys für den guten Zweck ab. Darüber freute sich vor allem die Initiatorin der Aktion Paola Eckert-Palvarini (Mitte). (Foto: Bernd Wähner)

 

Pankow. Mit einer ungewöhnlichen Aktion und prominenter Unterstützung engagieren sich die Schule Eins und Kitas der Pankower Früchtchen für Kinder, denen es nicht so gut geht.

In der Schule und in den Kitas wurden in den vergangenen Wochen ausrangierte Handys für die Kindernachsorgeklinik Berlin-Brandenburg gesammelt. Unterstützt wurden sie dabei von Musikern der Band „Karat“. Die Kindernachsorgeklinik befindet sich in einem Waldgebiet zwischen Bernau und Wandlitz. Dort werden krebs- und herzkranke Kinder in einer Rehabilitationseinrichtung betreut. Es ist die einzige Klinik dieser Art in Ostdeutschland.

 

„Die Kinder und ihre Familien halten sich in der Regel vier Wochen bei uns auf“, so Klinikmitarbeiterin Julia Knerr. Unter anderem mittels Reit- und Kunsttherapie sollen die Lebensgeister der kleinen Patienten wieder geweckt werden. Damit der Gesundheitszustand der Kinder ständig überwacht werden kann, tragen die meisten ein Langzeit-EKG. „Aber die Kinder genießen es, sich zu bewegen, und toben auch mal herum. Deshalb geht leider hin und wieder eines der Geräte kaputt“, sagt Paola Eckert-Palvarini. „Ein neues Gerät kostet aber 1700 Euro. Deshalb werden auch immer wieder Spenden für neue Langzeit-EKG benötigt. Dafür engagiere ich mich ganz besonders.“ Die Physikerin arbeitet auf dem Campus Buch. Sie hat selbst vier Kinder. Als das Kind einer Freundin schwer erkrankte, kam es nach der Therapie in die Nachsorge-Klinik. Als die Freundin ihr berichtete, wie intensiv und liebevoll man sich dort um die ganze Familie kümmerte, entschied sich Paola Eckert-Palvarini vor einem Jahr, Mitglied im Förderkreis der Klinik zu werden.

 

Wenig später hatte sie auch gleich eine Idee, wie sie helfen kann. Sie initiierte das Handy-Spenden-Projekt. Die alten Handys beinhalten wertvolle Rohstoffe. Paola Eckert-Palvarini fand einen Recyclingbetrieb, der alte Handys aufkauft. Sie stellte in Institutionen und Einrichtungen Sammelboxen auf, unter anderem auf dem Campus Buch sowie in Schulen und Kitas. Der Erlös geht vollständig an die Klinik.

 

„Wir waren von dieser Idee begeistert. Etwas für den Umweltschutz tun und zugleich Kindern helfen, das passt genau in unser Konzept“, sagt Assol Urrutia-Grothe, die 2. Geschäftsführerin der gemeinnützigen Gesellschaft Pankower Früchtchen. „Deshalb organisierten wir in unserer Schule und in unseren Kitas eine Handy-Sammelaktion.“

Dabei kamen über 200 Geräte zusammen. Besonders freuen sich die Früchtchen, dass auch die Pankower Karat-Musiker Christian Liebig (Bass) und Martin Becker (Keyboard) in ihrer Band Handys einsammelten und diese spendeten. „Das ist eine klasse Aktion. Da wollten wir unbedingt mitmachen“, sagt Martin Becker. Auch Stadtentwicklungsstadtrat Jens-Holger Kirchner (Bündnis 90/Die Grünen) steuerte sein altes Handy bei. BW

 


 

Alte Handys helfen der Nachsorgeklinik

Strausberg (MOZ) Eine ungewöhnliche Spendenaktion zur Unterstützung der Kindernachsorgeklinik Berlin-Brandenburg hat die Barnimerin Paola Eckert-Palvarini gestartet. Sie sammelt alte Handys und gibt diese zur Verwertung. Auch in der MOZ-Lokalredaktion Strausberg steht jetzt eine Box.

Handys mit Herz: Paola Eckert-Palvarini

Elektronik“schrott“ für einen guten Zweck: Paola Eckert-Palvarini sammelt alte Handys zugunsten der Kindernachsorgeklinik Berlin-Brandenburg. Eine solche Box steht nun auch in der MOZ-Lokalredaktion Strausberg. Weitere verschickt sie gern.

 

Im Heimatkreis der Wandlitzerin läuft die Aktion bereits seit einiger Zeit. Sammelboxen wurden zum Beispiel in Schulen und Kitas aufgestellt. Gesammelt wird überdies auf dem Campus Berlin-Buch, auf dem sowohl die Initiatorin wie auch ihr Mann wirken, der Vorstandsvorsitzender der Eckert & Ziegler AG ist, eines Unternehmens, das Wagniskapital im Biotechnologiebereich vermittelt.

Nun soll das Vorhaben auf Märkisch-Oderland und andere Regionen ausgedehnt werden. „Ich gehe davon aus, dass viele ein neues Handy unter dem Weihnachtsbaum gefunden haben. Dann ist das alte übrig“, erläutert die gebürtige Mailänderin, die mit Mann und vier Kindern seit 13 Jahren am Wandlitzsee lebt. Der Deutsche wechsle sein Handy durchschnittlich alle anderthalb Jahre. Es wäre schade, wenn die Altgeräte in Schubladen verstaubten oder im Müll landeten, da sie wertvolle Metalle wie Gold, Silber und Kupfer enthalten, die wiederverwertet werden können. Die Physikerin verkauft die gesammelten Handys an eine Recyclingfirma in Eberswalde. Die zahlt ihr sechs Euro pro Kilo in der Box. Der Erlös geht auf das Konto des Förderkreises der Kindernachsorgeklinik, erklärt die Dozentin.

 

Mit der Kindernachsorgeklinik Berlin-Brandenburg sei sie in Kontakt gekommen, als das Kind einer Freundin an Krebs erkrankte und mit seiner Familie für einen Monat dort zur Rehabilitation weilte. „Durch diese Erfahrung habe ich gesehen, wie wichtig diese Form der Rehabilitation ist. Nachdem das Kind nach vielen Wochen der Angst und Ungewissheit erfolgreich therapiert und aus dem Krankenhaus entlassen wurde, war seine Familie auf sich allein gestellt, wusste wenig darüber, wie sie mit den psychischen und physischen Folgen der Therapie umzugehen hat und war mit den Nerven völlig am Ende“, berichtet sie. Eine Rehabilitation der ganzen Familie sei in diesen Fällen absolut notwendig, um sie im Umgang mit dem erkrankten Kind zu schulen, Kraft zu geben und wieder fit für den Alltag zu machen. Seit dieser Zeit sei sie Mitglied des Förderkreises der Kindernachsorgeklinik.

 

Kürzlich habe sie erfahren, dass dringend ein Langzeit-EKG benötigt wird. Daraufhin habe sie sich entschlossen zu helfen. „Geld sammeln wollte ich nicht“, erklärt sie. Die Menschen würden heutzutage schon von vielen Seiten bedrängt, Geld zu spenden. „Deswegen sammle ich liebe alte Handys, die sowieso bei vielen zu Hause rumliegen.“ Die Sammlung bei Schulen habe zudem einen pädagogischen Nebeneffekt. Schüler seien in einem Alter, in dem sie ein Handy besitzen, sich immer neuere Modelle wünschen und keine Gedanken machten, was mit den alten passiere, so die Initiatorin, die im gläsernen Labor, einer Bildungseinrichtung auf dem Campus Berlin-Buch, Kurse mit Schulklassen leitet und das Projekt „Forschergarten“ für Kita mit entwickelt hatte.

„Ich würde mich freuen, weitere Unterstützer zu finden. Ich stelle gern Sammelkisten, die dazugehörenden Plakate und Handzettel zur Verfügung.“

 

Kontakt: paola.eckert-palvarini@forschergarten.de

Quelle: Uwe Spranger 14.01.2016, Red. Strausberg, strausberg-red@moz.de